Fair-Pay Kampagne 2002
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4381 Ideen für die FIFA  (06.12.02)
Um die Arbeitsbedingungen in der Sportbekleidungsindustrie zu verbessern, sammelte die CCC während der WM2002 in Korea und Japan Tausende von Postkarten und Verbesserungsvorschläge für die FIFA. Die 4381 Eingaben verlangen von der FIFA, dass bei ihren Sponsoren und Lizenznehmern soziale Minimalstandards eingehalten und überprüft werden. Als Vorbild könnten die fair produzierten Fussbälle von Claro (Weltläden) und Helvetas dienen. Ceccaroni durfte am 3. September 2002 im Basler St. Jakob 22 Gewinnerinnen und Gewinner erküren, die alle einen signierten, fairen Fussball erhalten.
Ein Riss in der Mauer des Schweigens
Bild 1
Sportartikelfirmen verpassen der FIFA und den Fussballclubs einen Maulkorb. Denn die Millionen von Sponsorenfranken bewirken, dass Sportler nicht über die schlechten Arbeitsbedingungen bei den Markenfirmen reden. Jetzt bricht der frühere FCB-Captain Massimo Ceccaroni das Schweigen und unterstützt die Ziele der Clean Clothes Campaign.

Aus den Tausenden von Eingaben hat der Basler Publikumsliebling 22 Gewinnerinnen und Gewinner verlost, die alle einen fair produzierten Fuassball von Claro (Weltläden) / Helvetas gewonnen haben. Ceccaroni war von der Menge der Karten beeindruckt und wir haben mit 4381 Eingaben das Ziel von "2002 Ideen" weit übertroffen! Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmerinnen und Aktivisten.
Samichlaus mit Esel besucht FIFA
Übergabe der Postkarten am Hauptsitz der FIFA in Zürich.
Neben Früchten und Nüssen brachte der Samichlaus im WM Jahr 2002 auch eine Petition von über 4000 Fussball-Interessierten an den FIFA-Hauptsitz am Zürcher Sonnenberg. Der FIFA-Präsident wird in dieser, von der Clean Clothes Campaign gestarteten Briefaktion aufgefordert, bei den FIFA-Geschäften künftig auch an jene zu denken, die Sportartikel herstellen. Als Ansporn überreichte der St. Nikolaus Sepp Blatter ein Geschenk aus dem fairen Handel: der fair trade Fussball liegt jetzt bei der FIFA.
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Originalzitate der Verbesserungsvorschläge an FIFA-Präsident Sepp Blatter (Beispiele aus den 4381 Zusendungen, die während der WM2002 gesammelt wurden.)

  • Die FIFA hat grossen Vorbildcharakter. Ein weiterer Schritt wäre toll!
  • 2% der Einnahmen aus Fernsehrechten sollen in einen Fonds für verbesserte Arbeitsbedingungen gehen.
  • Es müsste für Bekleidung ein Zertifikat des fairen Handels geschaffen werden, entsprechend “Max Havelaar”/BioKnospe für Lebensmittel.
  • Spitzensportler erstellen einen Sozialfonds und boykottieren ausbeuterische Unternehmen.
  • Jedes innerhalb der FIFA-Strukturen gefallene Tor wird von der FIFA mit Fr. 10.- an die CCC oder an die Monitoringinstitutionen abgegolten.
  • FIFA-, Adidas-, Nike-, Puma-Management arbeiten 1 Woche in einer Fabrik.
  • Die FIFA soll auf Werbeflächen nur Firmen mit Sozialkodex akzeptieren.
  • Sepp Blatter muss in der Nike-Fabrikation Nikomas Gemilang alle Fäden vernähen zum üblichen (Monats-)Lohn von etwa Fr. 94.-
  • Ins FIFA-Präsidium: eine Frau! Bei Adidas Geschäftsführung: eine Frau.
  • Bei Fan-Clubs: Präsidium rotieren zwischen männlich und weiblich.
  Briefwechsel zwischen der CCC und der FIFA.
Zitat zu Bild 1 mit Massimo Ceccaroni
"Auch als Nati-A-Fussballer hätte ich gewünscht, dass die jungen Leute, die unsere Trikots nähten, unter fairen Bedingungen arbeiten dürfen."

Massimo Ceccaroni, früherer Captain des FC Basel bricht das Schweigen über die schlechten Arbeitsbedingungen bei den Markenfirmen.
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Zitat zu Bild 2 mit Massimo Ceccaroni
Massimo Ceccaroni, am 3. September 2002 im Basler St. Jakob
"Ich wünsche der Kampagne viel Erfolg und hoffe, dass die Verantwortlichen der FIFA auf die vielen guten Vorschläge der Leute hören, um die Arbeitsbedingungen bei ihren Sponsoren zu verbessern."

Massimo Ceccaroni, engagiert sich am 3. September 2002 im Basler St. Jakob für die FAIR-PAY Kampagne

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Zitat zu Bild 3 mit Massimo Ceccaroni
Massimo Ceccaroni mit Angela Castagna (Erklärung von Bern)
"Ich unterstütze die FAIR-PAY Kampagne, weil der Fussball die Kinder zu sportlicher Leistung antreiben soll und nicht zum Arbeiten. Dass in der Fussball- und der Sportbekleidungsindustrie auch Kinder ausgebeutet werden, zeugt von der verantwortungslosen Haltung der grossen Markenfirmen."

Massimo Ceccaroni mit Angela Castagna (Erklärung von Bern), nach der Unterzeichnung der 22 Fussbälle, die von Claro (Weltläden) und Helvetas für die FAIR-PAY Kampagne gestiftet wurde.

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Übergabe eines fair gehandelten Balles an M. Siegler von der FIFA.

Zürich, 6.12.2002
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4381 Ideen für die FIFA
Zur WM 2002 sammelten wir 4381 Ideen und Unterschriften für FIFA-Präsident Sepp Blatter, damit Fairness bei der FIFA künftig im umfassenden Sinne verstanden wird.
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