Prem Groups Company
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Zu Gast bei der Prem Group Company in Tirupur (Indien)


Die erfolgreiche Zusammenarbeit begann 1987. Robin Cornelius, Eigentümer von Switcher, suchte einen Partner, der Qualitäts-T-Shirts in normierten Pantone Farben liefern konnte. Mr. Durai, ein Unternehmer aus Tirupur, setzte sich damals zum Ziel, seinen Textilbetrieb zu einem vollständig integrierten Strickwarenanbieter auszubauen.

Gemeinsam war ihnen die Vision einer ökologischen und sozialen Produktion. Auf diesen Werten basierte ihre Erfolgsgeschichte. Heute beschäftigt die Prem-Gruppe über 3000 Angestellte und verfügt über alle Produktionseinheiten, um täglich 12 Tonnen Garn zu spinnen und daraus rund 25000 Kleidungsstücke herzustellen. Switcher ist der Hauptkunde und verkauft jährlich Textilien (auch von andern Lieferanten) für rund 80 Millionen Franken.

Wie das CCC-T-Shirt entstand

Versponnen wurden die rohen Baumwollfasern für das CCC-T-Shirt im Dezember 2007. Ende 2007 waren 250 Garnspulen bereit für die Produktion. Im Januar wurden Warenmuster gefertigt und zur EvB geschickt.

CCC-Koordinator Stefan Indermühle sowie ein Film- und Foto-Team reisten danach nach Tirupur, um den gesamten Verarbeitungsprozess zu dokumentieren. Am 25. Februar 2008 wurde «unser» Biobaumwollgarn in die Strickmaschine gespannt. Eine Jacquard-Maschine mit 1800 Nadeln verarbeitete jeweils 72 Fäden zu einem rund 4,5 Kilometer langen Stoffschlauch. Unterteilt in Rollen zu 105 Metern wurde der fertige Stoff in die Prem-Färberei transportiert. In der Nacht vom 26. auf den 27. Februar wurden dort die 590 Kilo Gewebe in einem riesigen Heizkessel eingefärbt.

Unverkennbar lag jetzt das Trikot im modischen Sandgrau (Terre genannt) vor. Während unser Stoff noch ausgepresst, getrocknet, gebügelt, gestapelt und für die Weiterverarbeitung verpackt wurde, zeigte uns Jerry, der Sozialverantwortliche der Prem-Gruppe, einige ihrer sozialen Projekte: die stationären und mobilen Schulen für Kinder aus der Umgebung, die Armenapotheken und das HIV-Präventionsprogramm, den Obstgarten sowie die Tanklastwagen für die Wasserversorgung in Aussenquartieren.

Ausserdem betreibt Prem eine Windenergie-Anlage, welche die gesamte Spinnerei mit Strom versorgt. Für die jugendlichen ArbeiterInnen gibt es ein Weiterbildungsprogramm, in dem sie sich sowohl Textilwissen als auch Englisch- oder PCKenntnisse aneignen können.

Am 15. März 2008 wurden die letzten TShirts für die EvB genäht, kontrolliert, gebügelt, beschriftet und verpackt. Im versiegelten Container brachte ein Lastwagen unsere Fracht am 19. März in den Hafen von Tuticorin. Das Feederschiff Tiger Sky brachte diesen nach Colombo (Sri Lanka), um von dort mit dem Containerschiff APL India in 15 Tagen via Suezkanal nach Antwerpen zugelangen. Schliesslich transportierte ein Lastwagen den Container ins Switcher-Verteilzentrum in Lausanne.


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