Klimapolitik
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AKWs dampfen
Schon immer gab es Klimaschwankungen. Neu sind allerdings Tempo und Ausmass der Erwärmung, bedingt durch die globalen Treibhausgasemissionen, die eine direkte Folge der Industrialisierung sind.

Keine Klimagerechtigkeit

Die Industrieländer produzieren drei Viertel des weltweiten Ausstosses des Treibhausgases Kohlendioxid, der die globale Erwärmung vorantreibt. Während die Klimaerwärmung für den Norden bislang weniger spürbar ist und die Schäden finanziell abdeckbar sind, bedeutet sie für Milliarden Menschen in den Entwicklungsländern eine Katastrophe.

Überschwemmungen, Dürren, steigende Meeresspiegel, sinkende Ernteerträge und die Ausbreitung von Krankheiten bremsen mühsam errungene Fortschritte bei der Armutsbekämpfung. Zudem sind ausgerechnet jene Menschen am stärksten betroffen, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen.
Enttäuschung bei der Weltklimakonferenz Kopenhagen (7.-18. Dezember 2009)
Ernüchterndes Resultat
Doch das ambitiöse Ziel des Klimagipfels in Kopenhagen, ein neues internationales und rechtlich verbindliches Klimaschutzabkommen auszuhandeln, ist gescheitert. Es sollte das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll in die zweite Verpflichtungsperiode überführen und die Massnahmen und Ziele vertiefen und verschärfen. Doch die Führer der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer konnten sich am 18. Dezember 2009 lediglich auf eine unverbindliche Übereinkunft einigen, die festhält, dass die globale Erwärmung 2 Grad nicht übersteigen soll. Nationale Ziele sollen jedoch nicht gesetzlich, sondern nur freiwillig festgelegt werden.

Damit hat die Politik versagt: Um eine Klimakatastrophe zu verhindern, müssten die weltweiten Treibhausgas-Emissionen spätestens ab 2015 sinken. Das ist dringend, denn wissenschaftliche Prognosen zum Verlauf des Klimawandels sind katastrophal. Doch ohne rechtlich verbindliche Massnahmen und Ziele ist zu befürchten, dass bis 2100 mit einer Erderwärmung bis 3,5 Grad C gerechnet werden muss. Wissenschaftler warnen vor verheerenden globalen Folgen insbesondere für die Entwicklungsländer, die Inselstaaten und die Biodiversität.

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