Die Klimaerwärmung hat bereits Kippunkte erreicht, deren Überschreitung verheerende Folgen haben könnte, vor allem für die Menschen in Entwicklungsländern.
Die Industrieländer stehen deshalb vor der Herausforderung, Alternativen zur herkömmlichen Energiepolitik zu finden und die politischen Weichen auf eine CO2-freien Entwicklung zu stellen. Zur breiten Palette von Massnahmen gehören unter anderem ein Moratorium für Kohlekraftwerke in Industrieländern, Grossinvestitionen in alternative Energien (ausser Atomkraft und Biotreibstoffe), die konsequente Anwendung von effizienteren und CO2-freien Technologien (z.B. treibstoffsparende Motoren, etc). sowie generelle Einsparungen von fossiler Energie durch weniger Verkehr und bessere Isolierungen.
Als Mitträgerin des Vereins
Klima-Initiative und Allianz für eine verantwortungsvolle Klimapolitik unterstützt die EvB deren Forderungen an die Schweizer Regierung:
- Die Emissionen müssen in der Schweiz um mindestens 40 Prozent bis 2020 und über 90 Prozent bis 2050 (Basis 1990) reduziert werden.
- Die Emissionen sind vollständig im Inland zu reduzieren und sollen nicht über den Emissionshandel (CDM) im Süden kompensiert werden.
- Die Schweiz soll Beiträge zur Emissionsreduktion im Ausland leisten. Dazu gehört finanzielle Unterstützung und Know-How um Abholzung zu vermeiden und den Technologietransfer zu erleichtern.
- Beiträge zur Anpassung: Die Schweiz leistet einen nach dem Verursacherprinzip berechneten Beitrag an die Bewältigung der Folgen des Klimawandels in Entwicklungsländern und sorgt entsprechend auch im Inland vor.
- Die Schweiz übernimmt die Verantwortung für die sogenannten «grauen» Treibhausgase (Emissionen, die im Ausland bei der Herstellung von Gütern anfallen, die in die Schweiz importiert werden.)
- Der Schweizer Vorschlag einer weltweiten CO2 Steuer zur Äufnung eines internationalen Adaptationsfonds und zur Finanzierung von Vorsorgemassnahmen muss bei den internationalen Verhandlungen weiter vorangetrieben werden.
- Gelder für Klimaschutz dürfen nicht aus den Budgets der Entwicklungshilfe abgezweigt werden. Dies gilt auch für die Fonds der Weltbank.
- Die Weltbank soll ihre Klimafonds der UN unterstellen und mit anderen bestehenden Klimafonds Kohärenz schaffen. Zudem soll sie keine Kredite mehr für Kohlekraftwerke in Entwicklungsländern geben, sondern in grossem Masse dazu beitragen, dass dort die Rahmenbedingungen geändert werden und Finanzflüsse für Investitionen in erneuerbare Energien fliessen.
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