Green New Deal - Umdenken oder schönfärben?
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(c) Clerici

Auch wenn an der Börse wieder kräftig Gewinn gemacht wird, die gegenwärtige Krise ist noch längst nicht ausgestanden.

Die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise darf nicht isoliert betrachtet, sondern muss als Teil einer Multikrise gesehen werden. Energie-, Klima-, Wasser- und Nahrungskrisen sind Bestandteile dieser Multikrise. Ursache dieser Probleme sind die Widersprüche unseres Wirtschaftsmodells, das auf fossilen Energien, intensiver Nutzung von Ressourcen und auf deren Zuteilung durch die Marktkräfte beruht.

Wie kann die aktuelle Krise gelöst werden?

Als Lösung der Krise ist der Green New Deal (GND) in aller Munde. Doch was genau ist der Green New Deal? Meinen alle, die diesen zeitgeistigen Begriff benutzen, dasselbe?

Im Kern geht es dabei um einen globalen ökologisch-sozialen Politikwechsel. Der umfassende Lösungsansatz eines Green New Deals berücksichtigt dabei die Komplexität der gegenwärtigen Multikrise. Mittels wirtschaftspolitischer Massnahmen wird der soziale und ökologische Umbau der Gesellschaft angestrebt.

Umdenken oder schönfärben

Führt der GND aus der Krise? Dieser Frage geht die Erklärung von Bern in ihrer Dokumentation «Umdenken oder schönfärben» nach. Als entwicklungspolitische Organisation legt die Erklärung von Bern (EvB) ein besonderes Augenmerk auf die Wirkung eines GND für die Länder des Südens. Gerade dort drohen die Folgen der Krise noch dramatischer auszufallen. Im Juni 2009 informierte bspw. die Welternährungsorganisation (FAO), dass «erstmals in der Geschichte des Planeten die Zahl der Hunger leidenden Menschen die Milliardengrenze überstiegen hat.»

Ein globaler Rettungsplan wie der GND ist dringend notwendig. Damit daraus mehr wird als eine Vision in Krisenzeiten, sind wir alle gefordert. Denn alle Massnahmen und Reformschritte eines Green New Deal führen in die Sackgasse, wenn wir weiter versuchen, unsere Lebensqualität vorwiegend über materiellen Konsum zu steigern.

EvB-Mitglieder erhalten die Dokumentation Mitte September 2009 gratis zugestellt.

Nicht-Mitglieder können die Dokumentation ab Ende September 2009 online bestellen.

JournalistInnen wenden sich bitte per Mail an info[at]evb.ch für ein kostenloses Exemplar der Dokumentation.


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