Klimagipfel Kopenhagen
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Ernüchterndes Resultat und grosse Enttäuschung beim Klimagipfel in Kopenhagen: Kein globaler Konsens für Klimaschutz trotz rascherer Zunahme der Erderwärmung

Das ambitiöse Ziel des Klimagipfels in Kopenhagen, ein neues internationales und rechtlich verbindliches Klimaschutzabkommen auszuhandeln, ist gescheitert. Die Führer der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer konnten sich am 18. Dezember 2009 lediglich auf eine unverbindliche Übereinkunft einigen, die festhält, dass die globale Erwärmung 2 Grad nicht übersteigen soll. Nationale Ziele sollen jedoch nicht gesetzlich, sondern nur freiwillig festgelegt werden.

Die wichtigsten Einigungspunkte:

  • Tiefe Reduzierungen bei den Treibhausgasen sollen angestrebt werden, um den Höhepunkt des Ausstoss von Treibhausgasen so schnell wie möglich zu erreichen.

  • Die Industrieländer wollen zudem Finanzhilfe für Klimaschutz und - Schäden an die Entwicklungsländer leisten. Bis 2012 sollen 30 Mrd US-Dollar aufgebracht werden.

  • Die Entwicklungs- und Schwellenländer sollen ihre Bemühungen für Klimaschutz in regelmässigen internationalen Konsultationen überprüfen lassen.

Doch ohne gesetzlich verbindliche Massnahmen und Vorgaben ist kaum zu erwarten, dass Staaten wie die USA oder China ihre Treibhausgase freiwillig reduzieren werden. So mutet es fast schizophren an, dass wissentlich ein weiterer rascher Anstieg der Erdtemperatur in Kauf genommen wird, der vor allem in Entwicklungsländern schwere Schäden verursachen wird. Versagt hat aber auch der Versuch, ein derart komplexes Thema über den UNO Verhandlungsmechanismus zu lösen. So ist nun die Zivilgesellschaft in allen Ländern gefordert, Druck auf ihre Regierungen zu machen, den CO2 Ausstoss zu reduzieren und ein Umdenken einzuleiten.

  Zermürbende Verhandlungen und harte Fronten ohne greifbares Resultat
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