Kampagne gegen Toscanella-Tomate
«Der Grosskonzern versucht durch seine neue Markenstrategie, den gesamten Lebenszyklus von der Saatgutproduktion bis zum Verkaufsregal zu kontrollieren», sagt Oliver Classen von der Nichtregierungsorganisation Erklärung von Bern (EvB). Syngenta steht seit Jahren in der Kritik, weil der Konzern das hochgiftige Herbizid Paraquat verkauft. Das in der Schweiz und im gesamten EU-Raum verbotene Pflanzengift verursacht laut Schätzungen mehrere Tausend schwere Vergiftungen jährlich. Syngenta zieht diese Zahlen in Zweifel.
Gestern lancierte die Erklärung von Bern eine Kampagne gegen die Toscanella-Tomate. Zusammen mit der Stiftung Konsumentenschutz verlangt sie in einem offenen Brief an die Grossverteiler mehr Transparenz bei der Produktdeklaration. Classen ist überzeugt, dass Kunden, denen eine nachhaltige Landwirtschaft am Herzen liege, auf den Kauf der Tomate verzichten würden. Dazu müssten sie aber wissen, wer hinter dem Produkt stehe, was auf der Packung nicht ersichtlich sei.
Coop liess vorerst offen, ob man zu mehr Transparenz bereit sei. Der Grossverteiler betonte, dass auf der Packung eine Internetadresse aufgeführt sei, über welche die Konsumenten alle nötigen Informationen über das Produkt bekämen. Fabian Eberhard
Gestern lancierte die Erklärung von Bern eine Kampagne gegen die Toscanella-Tomate. Zusammen mit der Stiftung Konsumentenschutz verlangt sie in einem offenen Brief an die Grossverteiler mehr Transparenz bei der Produktdeklaration. Classen ist überzeugt, dass Kunden, denen eine nachhaltige Landwirtschaft am Herzen liege, auf den Kauf der Tomate verzichten würden. Dazu müssten sie aber wissen, wer hinter dem Produkt stehe, was auf der Packung nicht ersichtlich sei.
Coop liess vorerst offen, ob man zu mehr Transparenz bereit sei. Der Grossverteiler betonte, dass auf der Packung eine Internetadresse aufgeführt sei, über welche die Konsumenten alle nötigen Informationen über das Produkt bekämen. Fabian Eberhard


